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Fall-Back Flex: mit voller Leistung anschließen im Engpassgebiet
Fall-Back Flex (auch fallback flex geschrieben) ist die temporäre Anschlussformel von Fluvius für Unternehmen in Zonen mit Netzengpässen. Ihr Kunde erhält die volle beantragte Leistung; nur wenn das Netz lokal unter Druck steht, sendet Fluvius über den Netflex-Schrank einen Sollwert, den die Anlage einhalten muss. Voltmasters EMS verarbeitet diesen Sollwert automatisch und macht die Anlage vollständig konform mit den Fall-Back-Flex-Anforderungen.
Was ist Fall-Back Flex?
In Teilen Flanderns ist das Stromnetz an seiner Grenze. Ohne zusätzliche Vereinbarungen müsste ein neuer oder verstärkter Anschluss ab 100 kVA dort Jahre auf eine Netzinvestition warten. Mit Fall-Back Flex kann Ihr Kunde sofort anschließen, mit der vollen beantragten Leistung, im Gegenzug für die Garantie, dass die Anlage bei Engpässen vorübergehend auf einen von Fluvius gesendeten Sollwert herunterregelt.
Die Steuerung läuft über Fernsteuerung: Fluvius installiert einen Netflex-Schrank in der Kundenkabine und sendet Sollwerte über das Protokoll IEC 60870-5-104. Die Formel ist ausdrücklich temporär: Sie entfällt, sobald die geplante Netzinvestition umgesetzt ist, oder sie wird in eine flexible Anschlussvereinbarung (FAO) umgewandelt.
Eine Steuerung im Bild
Volle Leistung, außer während eines Engpass-Ereignisses
Außerhalb von Engpässen merkt Ihr Kunde nichts. Sendet Fluvius einen Sollwert, regelt die Anlage innerhalb von 3 Minuten herunter und bleibt unter der Grenze, bis das Signal freigegeben wird.
So funktioniert die Steuerung technisch
Fluvius sendet Sollwerte über den Netflex-Schrank in der Kundenkabine. Der Voltmaster Controller ist direkt über IEC 60870-5-104 mit diesem Schrank verbunden und verarbeitet jeden Sollwert als harte Randbedingung in der Optimierung: Batterie und PV regeln kontrolliert ab, und über das I/O-Modul schalten auch Verbraucher ohne Kommunikationsprotokoll mit.
Die Kette im Bild
Vom Netflex-Schrank bis zu jedem Verbraucher, in einer Regelkette
Bei Engpässen sendet Fluvius über den Netflex-Schrank einen Sollwert. Der Voltmaster Controller verarbeitet ihn als Randbedingung, regelt Batterie und PV direkt ab und schaltet über das I/O-Modul auch Verbraucher ohne Protokoll, mit Echtzeit-Rückmeldung an Fluvius.
Die Fall-Back-Flex-Anforderungen, und wie das EMS sie erfüllt
Das Produktblatt von Fluvius legt eine Reihe technischer Anforderungen fest. Mit Voltmasters EMS erfüllt die Anlage jeden dieser Punkte, ohne dass Ihr Kunde im täglichen Betrieb etwas davon merkt.
Reaktion innerhalb von 3 Minuten
Eine Anlage muss einen Sollwert von Fluvius innerhalb von 3 Minuten befolgen.
Der Voltmaster Controller verarbeitet den Sollwert sofort als harte Randbedingung und regelt Batterie, PV und Verbraucher deutlich innerhalb des Zeitlimits ab.
Sollwert einhalten, die gesamte Steuerperiode
Der Sollwert gilt, bis Fluvius das Signal freigibt, nicht nur im Moment der Steuerung.
Die Optimierung bleibt die gesamte Periode unter der Grenze und meldet die Messwerte in Echtzeit an den Netflex-Schrank zurück.
24/7 steuerbar
Steuerungen sind jederzeit möglich, Tag und Nacht, auch am Wochenende.
Der Controller läuft lokal auf der Anlage: Die Fernsteuerungsverbindung mit dem Netflex-Schrank funktioniert auch bei Internetproblemen weiter.
Anschluss ab 100 kVA
Fall-Back Flex gilt für größere (Mittelspannungs-)Anschlüsse im Engpassgebiet.
Der Voltmaster Controller ist für diese Anlagenklasse gebaut und standardmäßig auf Fernsteuerung vorbereitet.
Auch Verbraucher ohne Protokoll regeln mit
Einen Sollwert einzuhalten gelingt selten mit der Batterie allein. Große Verbraucher ohne Kommunikationsprotokoll, etwa Wärmepumpen, Kühlgruppen, Lüftung oder Prozesslasten, müssen bei einer Steuerung mitschalten können.
Dafür gibt es das Voltmasters I/O-Modul: Es steuert solche Verbraucher über potentialfreie Kontakte. Der Controller entscheidet anhand der Echtzeit-Messwerte, welche Lasten wann schalten, damit der Sollwert mit möglichst geringen Auswirkungen auf den Betrieb Ihres Kunden erreicht wird.
Vom Antrag bis zur Inbetriebnahme
Als Installateur durchlaufen Sie mit Ihrem Kunden ein festes Verfahren bei Fluvius. Voltmasters übernimmt die technische Seite: die Kopplung, die Validierung und die Abstimmung mit Fluvius.
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1
Antrag bei Fluvius
Ihr Kunde beantragt den Anschluss; das Zonenblatt bestimmt, ob Fall-Back Flex in der Zone anwendbar ist. Das Gebotsformular legt die Flexibilität fest.
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2
Zustimmung des BRP
Der Bilanzkreisverantwortliche Ihres Kunden gibt seine Zustimmung, ein fester Schritt im Verfahren.
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3
Netflex-Schrank in der Kabine
Fluvius installiert den Netflex-Schrank in der Kundenkabine, die Fernsteuerungsschnittstelle des Anschlusses.
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4
Kopplung & Zertifizierung
Voltmasters verbindet den Controller über IEC 60870-5-104 mit dem Netflex-Schrank und begleitet die Validierung und Zertifizierung, oft in einer einzigen Sitzung.
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5
In Betrieb mit voller Leistung
Die Anlage läuft mit der vollen beantragten Leistung und ist für jede Steuerung bereit.
Und danach?
Fall-Back Flex ist ausdrücklich temporär. Sobald Fluvius die geplante Netzinvestition in der Zone umgesetzt hat, entfällt die Formel und Ihr Kunde erhält einen regulären Anschluss. In der Zwischenzeit kann sie auch in eine flexible Anschlussvereinbarung (FAO) umgewandelt werden. Die Fernsteuerungskopplung, die Sie heute installieren, bleibt dabei voll nutzbar.
FAQ
Häufige Fragen zu Fall-Back Flex
Was ist Fall-Back Flex?
Fall-Back Flex ist eine temporäre Anschlussformel von Fluvius für Unternehmen in Zonen mit Netzengpässen. Der Kunde erhält die volle beantragte Leistung; nur wenn das Netz lokal unter Druck steht, sendet Fluvius per Fernsteuerung einen Sollwert, den die Anlage vorübergehend einhalten muss.
Wann kommt ein Anschluss für Fall-Back Flex infrage?
Fluvius bietet Fall-Back Flex bei neuen oder verstärkten Anschlüssen ab 100 kVA in Zonen an, in denen Netzengpässe erwartet werden. Die Zonenblätter von Fluvius zeigen pro Zone, ob die Formel anwendbar ist.
Was ist der Netflex-Schrank?
Der Netflex-Schrank ist der Fernsteuerungsschrank, den Fluvius in der Kundenkabine installiert. Über diesen Schrank sendet Fluvius Sollwerte an die Anlage nach dem Protokoll IEC 60870-5-104 und empfängt Messwerte und Rückmeldungen.
Wie schnell muss die Anlage auf einen Sollwert reagieren?
Innerhalb von 3 Minuten, und der Sollwert muss während der gesamten Steuerperiode eingehalten werden. Steuerungen sind 24/7 möglich. Der Voltmaster Controller verarbeitet jeden Sollwert automatisch als Randbedingung in der Optimierung.
Was ist mit Verbrauchern ohne Kommunikationsprotokoll?
Das Voltmasters I/O-Modul steuert Verbraucher ohne Protokoll über potentialfreie Kontakte: Wärmepumpen, Kühlgruppen, Lüftung und Prozesslasten schalten mit, wann immer ein Sollwert das erfordert.
Wie lange bleibt Fall-Back Flex bestehen?
Fall-Back Flex ist temporär: Die Formel entfällt, sobald die geplante Netzinvestition in der Zone umgesetzt ist, oder sie wird in eine flexible Anschlussvereinbarung (FAO) umgewandelt.
Welche Rolle spielt der BRP (Bilanzkreisverantwortliche)?
Die Zustimmung des BRP ist ein fester Schritt im Antrag. Bei einer Steuerung trägt der Kunde die Bilanzverantwortung; deshalb muss der BRP vorab an Bord sein.
Ist Voltmasters EMS konform mit den Fall-Back-Flex-Anforderungen?
Ja. Der Voltmaster Controller verbindet sich über IEC 60870-5-104 mit dem Netflex-Schrank, reagiert innerhalb der geforderten 3 Minuten, hält den Sollwert während der gesamten Steuerperiode ein und steuert über das I/O-Modul auch Verbraucher ohne Protokoll. Voltmasters begleitet zudem die Validierung und Zertifizierung mit Fluvius.
Ein Fall-Back-Flex-Projekt auf dem Tisch?
Gemeinsam prüfen wir das Zonenblatt, das Anlagendesign und die Fernsteuerungskopplung, und wir begleiten die Zertifizierung mit Fluvius von Anfang bis Ende.
Bereit, Ihr erstes Projekt rentabel zu machen?
Erzählen Sie uns von Ihrer nächsten Installation. Wir zeigen Ihnen die Plattform, rechnen Ihren Business Case mit durch und begleiten Sie von der ersten Offerte bis zur Zertifizierung.